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Rotfeder

Scardinius erythrophthalmus

Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus), gehoert zur Familie Leuciscidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

25 cm, max 51 cmmax 2.1 kgbis 19 Jahre0-10 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei der Rotfeder insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Lebensraum

Süßwasser; benthopelagisch; pflanzenreiche Uferzonen stehender Gewässer.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Pflanzenbestand

Temperatur: 10 - 22 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Die Nahrungssuche ist bei der Rotfeder stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.

Beute: Als Beute bevorzugt Die Rotfeder Organismen, die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Als Beute bevorzugt Die Rotfeder Organismen
die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Verbreitung

Region: Europa

Besonderheiten

  • Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei der Rotfeder stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
  • Das Sozialverhalten variiert bei der Rotfeder von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
  • Die Rotfeder unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
  • Die Fortpflanzungsstrategie ist bei der Rotfeder darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
  • Beim sachgemäßen Umgang mit der Rotfeder bestehen keine ausgeprägten Gefahren.
Für den Menschen ist Die Rotfeder oft von Bedeut...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Leuciscidae
Gattung
Scardinius
Art
erythrophthalmus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Geschlechtsunterschiede
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei der Rotfeder insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzungsstrategie ist bei der Rotfeder darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
Laichtyp
Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Die Rotfeder als Freilaicher oder Substratlaicher.
Brutpflege
Die Rotfeder betreibt in der Regel wenig bis keine Brutpflege, wobei es artenspezifische Ausnahmen geben kann.

Verhalten

Aktivität
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei der Rotfeder stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
Sozialverhalten
Das Sozialverhalten variiert bei der Rotfeder von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
Wanderung
Die Rotfeder unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
Endemisch
Nein

Nutzung

Fischerei
Oft ist Die Rotfeder das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
Aquakultur
In zunehmendem Maße wird Die Rotfeder für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN Red List, GBIF.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Rotfeder wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Rotfeder eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Rotfeder steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Rotfeder reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Rotfeder reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Rotfeder zieht sich im Winter meist in ruhigere, tiefere Bereiche zurück und frisst deutlich vorsichtiger; kleine Köder und längere Ruhephasen sind dann wichtig.

Bissanzeige

Beim Rotfeder zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Rotfeder kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Rotfeder sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Rotfeder sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Rotfeder erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Die Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung in seinem bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft der Rotfeder bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet der Rotfeder eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Die Rotfeder verfügt über evolutionär angepasste...

Regelhinweis

Für Rotfeder müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

125 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Rotfeder besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Rotfeder hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Rotfeder ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Rotfeder werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Rotfeder kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Rotfeder eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Rotfeder braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Rotfeder passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Rotfeder passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Rotfeder passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Rotfeder sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Rotfeder ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 2000 l

Mindestteich

ab 15000 l

Temperatur

10 - 22 °C

pH-Wert

6.5 - 8

Karbonathärte

5 - 20 dKH

Schwimmzone

Alle Wasserschichten

Haltungsanspruch

Die Pflege für die Rotfeder im Aquarium erfordert fachliche Kenntnisse über die Wasserparameter und seine Endgröße.

Gruppengröße

Rotfeder ist als Gruppen- bzw. Schwarmfisch zu pflegen; für die Aquaristik sind mindestens 6 bis 10 Tiere sinnvoll, bei sehr kleinen Arten eher mehr.

Vergesellschaftung

Rotfeder sollte nur mit Arten vergesellschaftet werden, die dieselben Wasserwerte, Temperaturbereiche und ein vergleichbares Aktivitätsniveau tolerieren.

Pflanzen

Rotfeder gilt bei passender Ernährung grundsätzlich als pflanzenverträglich; dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung bietet Deckung, ohne die Schwimmfläche zu stark einzuschränken.

Strömung & Sauerstoff

Rotfeder bevorzugt ruhige bis mäßig bewegte Bereiche; starke Dauerströmung sollte vermieden werden, eine gute biologische Filterung bleibt trotzdem wichtig.

Futterannahme

Rotfeder nimmt meist abwechslungsreiches Futter an, darunter Flocken- oder Granulatfutter, Frostfutter, Lebendfutter und je nach Art pflanzliche Bestandteile.

Überwinterung

Rotfeder kann in einem ausreichend tiefen, stabilen, nicht vollständig zufrierenden Gartenteich überwintern; wichtig sind gute Sauerstoffversorgung, frostfreie Rückzugszonen und keine vollständige Eisabdeckung.

Nachzucht

Rotfeder laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Mittel