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Acanthistius ocellatus

Acanthistius ocellatus

Acanthistius ocellatus; Östlicher Wirrah; Sägebarsch (Acanthistius ocellatus), gehoert zur Familie Anthiadidae; in älteren/regionalen Quellen auch Serranidae geführt, lebt in Brackwasser, Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.

0-100 m TiefeFleischfresser

Merkmale

  • Körperform: Robuster, barschartiger Riff- und Felsfisch mit kräftigem Kopf und gedrungenem Körperbau; rockcod-/grouperähnliche Gestalt.
  • Maulstellung: Endständig; großes räuberisches Maul.
  • Dunkel grünlich- bis gelblichbrauner Körper mit vielen kleinen dunklen, meist blau zentrierten Flecken auf Kopf und Körper; Flossen dunkel bis bläulich mit hellblauen Rändern; Jungfische gebändert.
  • Dorsalflosse XIII, 15-16; Afterflosse III, 8-9; Brustflossen 19-21; Bauchflossen I,5; Schwanzflosse 17 Strahlen.
  • Geschlechtsunterschiede: Kein auffälliger, zuverlässig dokumentierter äußerer Sexualdimorphismus in den Standardquellen.

Lebensraum

Marine, riffassoziierte Art; Felsriffe, Küstenriffe, Gezeitentümpel, flache Ästuare und tiefere Offshore-Riffe.

Wasserlebensraum: Brackwasser, Meerwasser

Lebensraumtypen: Höhle, Ästuar, Küstengewässer, Felsriff

Klimazone: Gemäßigt

Bodengrund: Fels / Stein

Temperatur: 19.3 - 24.4 Grad C

Vorkommen von südlichem Queensland bis Western Port in Victoria und nördlichem Tasmanien; außerdem Lord-Howe-Provinz im Tasmanischen Meer. Häufig in New-South-Wales-Gewässern, seltener an der Südküste.

Ernährung

Ernährungsweise: Fleischfresser

Versteckt lebender Riffjäger; ernährt sich artspezifisch nicht umfassend dokumentiert, ökologisch aber als höher trophischer Räuber einzuordnen. FishBase gibt einen modellierten trophischen Level von 4,1 an.

Beute: Vermutlich kleine Fische und größere benthische Wirbellose; im Datensatz vorsichtig als räuberischer Riffbewohner geführt.

Vermutlich kleine Fische und größere benthische Wirbellose
im Datensatz vorsichtig als räuberischer Riffbewohner geführt.

Verbreitung

Region: Australien, Pazifik

Länder: Australien

Vorkommen von südlichem Queensland bis Western Port in Victoria und nördlichem Tasmanien; außerdem Lord-Howe-Provinz im Tasmanischen Meer. Häufig in New-South-Wales-Gewässern, seltener an der Südküste.

Besonderheiten

  • Überwiegend versteckt lebend; nutzt Höhlen, Spalten und Löcher als Deckung; kann territorial und standorttreu wirken.
  • Eher einzelgängerisch/territorial; bleibt meist in Nähe eines Unterschlupfs.
  • Nicht wandernd / non-migratory.
  • Ovipar
  • Keine bekannten besonderen Gefahren; nicht als gefährlich für Menschen geführt.
Gelegentlich von Freizeitanglern mit Haken und Le...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii / Teleostei
Überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Percoidei / Serranoidei
Familie
Anthiadidae; in älteren/regionalen Quellen auch Serranidae geführt
Gattung
Acanthistius
Art
ocellatus
Erstbeschreiber
(Günther, 1859)
Synonyme
Plectropoma ocellatum Günther, 1859, Plectropoma cyanostigma Günther, Plectropoma myriaster Steindachner, 1866

Morphologie

Körperform
Robuster, barschartiger Riff- und Felsfisch mit kräftigem Kopf und gedrungenem Körperbau; rockcod-/grouperähnliche Gestalt.
Maulstellung
Endständig; großes räuberisches Maul.
Rückenflosse Hartstrahlen
13 - 13
Rückenflosse Weichstrahlen
15 - 16
Afterflosse Hartstrahlen
3 - 3
Afterflosse Weichstrahlen
8 - 9
Seitenlinie
58 - 67
Geschlechtsunterschiede
Kein auffälliger, zuverlässig dokumentierter äußerer Sexualdimorphismus in den Standardquellen.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Ovipar

Verhalten

Aktivität
Überwiegend versteckt lebend; nutzt Höhlen, Spalten und Löcher als Deckung; kann territorial und standorttreu wirken.
Sozialverhalten
Eher einzelgängerisch/territorial; bleibt meist in Nähe eines Unterschlupfs.
Wanderung
Nicht wandernd / non-migratory.
Endemisch
Ja

Nutzung

Fischerei
Geringe kommerzielle Bedeutung; eher Beifang bzw. Freizeitfischerei.
Aquakultur
Keine relevante Aquakulturart.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase: Acanthistius ocellatus, Eastern wirrah. Fishes of Australia: Eastern Wirrah, Acanthistius ocellatus. WoRMS AphiaID 278723: accepted taxon, Anthiadidae, marine. IUCN über FishBase/Fishes of Australia: Least Concern. Bild-/Medienhinweis falls verwendet separat im Mediensystem pflegen.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Vormittag, Nachmittag

Schwierigkeit

Einfach

Angelmethoden

Acanthistius ocellatus wird mit der zum Lebensraum passenden Kombination aus Posenangeln, Grundangeln, Spinnfischen oder Naturködermontage befischt.

Empfohlene Köder

Für Acanthistius ocellatus kommen artspezifisch Naturköder wie Würmer, Krebstiere, Muschelfleisch, Fischfetzen oder passende Kunstköder infrage.

Fangplätze

Acanthistius ocellatus steht an Wracks, Riffen, Kanten, Muschelgrund, Tangfeldern, Hafenstrukturen und tieferen, nahrungsreichen Meeresbereichen.

Ausrüstung

Für Acanthistius ocellatus sollte das Angelgerät an Endgröße, Strömung, Hängerstruktur und zu erwartende Fluchten angepasst werden.

Wetter & Mond

Bei Acanthistius ocellatus sind stabile Bedingungen, passende Wassertemperatur und natürliche Nahrungsaktivität wichtiger als einzelne Mond- oder Wetterregeln.

Winterverhalten

Acanthistius ocellatus reduziert bei niedrigen Temperaturen die Aktivität und steht bevorzugt dort, wo Nahrung erreichbar ist und wenig Energie verbraucht wird.

Bissanzeige

Beim Acanthistius ocellatus muss die Bissanzeige passend zur Montage beobachtet werden; vorsichtige Zupfer und abrupte Fluchten sind möglich.

Drillverhalten

Acanthistius ocellatus zeigt ein artspezifisches Drillverhalten, das stark von Größe, Gewässerstruktur und Strömung abhängt.

Landung & Abhaken

Acanthistius ocellatus sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.

Typischer Beifang

Typischer Beifang bei Acanthistius ocellatus hängt stark von Montage, Köder und Gewässertyp ab.

Schnell erkennen

Acanthistius ocellatus erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Robuster, barschartiger Riff- und Felsfisch mit kräftigem Kopf und gedrungenem Körperbau; rockcod-/grouperähnliche Gestalt. Endständig; großes räuberisches Maul. Dunkel grünlich- bis gelblichbrauner Körper mit vielen kleinen dunklen, meist blau zentrierten Flecken auf Kopf und Körper; Flossen dunkel bis bläulich mit hellblauen Rändern; Jungfische gebändert. Dorsalflosse XIII, 15-16; Afterflosse III, 8-9;...

Regelhinweis

Für Acanthistius ocellatus gelten je nach Küstenstaat, Fanggebiet und Methode unterschiedliche Mindestmaße, Schonzeiten, Schutzgebiete und Entnahmebegrenzungen.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

56 °C

Energie

90 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Acanthistius ocellatus sollte sorgfältig auf Gräten kontrolliert werden, besonders bei kleineren Exemplaren.

Filetieren

Einfach

Geschmacksprofil

Acanthistius ocellatus hat ein fischtypisches, meist mildes bis mittleres Aroma; Frische und korrekte Verarbeitung sind entscheidend.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Acanthistius ocellatus ist je nach Größe und Fanggebiet mittel- bis festfleischig.

Verwertbare Teile

Bei Acanthistius ocellatus sind in der Küche vor allem Filet und geeignete Abschnitte verwertbar; Karkassen können für Fond genutzt werden.

Hautzubereitung

Bei Acanthistius ocellatus kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Acanthistius ocellatus eignet sich je nach Größe zum Braten, Grillen, Dünsten oder Backen.

Garzeit

Filets von Acanthistius ocellatus garen in der Pfanne meist in 3 bis 6 Minuten pro Seite; ganze Fische brauchen je nach Größe deutlich länger.

Kräuter & Gewürze

Zu Acanthistius ocellatus passen Zitrone, Petersilie, Dill, Estragon, Kerbel, Butter, Pfeffer und leichte Weißwein- oder Kapernnoten.

Beilagen

Zu Acanthistius ocellatus passen Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, grünes Gemüse, Gurkensalat, Spargel oder leichte Butter- und Zitronensaucen.

Getränke

Zu Acanthistius ocellatus passen trockener Weißwein wie Riesling, Silvaner oder Sauvignon Blanc sowie alkoholfreie Zitronen- oder Kräutergetränke.

Vorbereitung

Acanthistius ocellatus sollte frisch ausgenommen, gespült, trockengetupft und je nach Rezept entschuppt, filetiert oder als ganzer Fisch vorbereitet werden.

Warnhinweise

Für Acanthistius ocellatus ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.