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Rotauge

Rutilus rutilus

Rotauge (Rutilus rutilus), gehoert zur Familie Leuciscidae, lebt in Süßwasser; benthopelagisch; anspruchslos in Seen und langsam fließenden Flüssen., und wird als Omnivor beschrieben.

25 cm, max 50 cmmax 2.6 kgbis 14 Jahre0-10 m TiefeOmnivor

Merkmale

  • Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Rotauge insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Lebensraum

Süßwasser; benthopelagisch; anspruchslos in Seen und langsam fließenden Flüssen.

Klimazone: Gemäßigt

Temperatur: 4 - 22 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8.5

Ernährung

Typ: Omnivor

Die Nahrungssuche ist bei dem Rotauge stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.

Beute: Als Beute bevorzugt Das Rotauge Organismen, die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Als Beute bevorzugt Das Rotauge Organismen
die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Verbreitung

Verbreitungsdaten können im Backend gepflegt werden.

Besonderheiten

  • Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Rotauge stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
  • Das Sozialverhalten variiert bei dem Rotauge von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
  • Das Rotauge unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
  • Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Rotauge darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
  • Beim sachgemäßen Umgang mit dem Rotauge bestehen keine ausgeprägten Gefahren.
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Rotauge stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.OmnivorFür den Menschen ist Das Rotauge oft von Bedeutung für die kommerzielle Fischerei, Sportfischerei oder als Zierfisch.

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Leuciscidae
Gattung
Rutilus
Art
rutilus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Geschlechtsunterschiede
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Rotauge insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Ovipar
Modus
Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Rotauge darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
Laichtyp
Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Das Rotauge als Freilaicher oder Substratlaicher.
Brutpflege
Das Rotauge betreibt in der Regel wenig bis keine Brutpflege, wobei es artenspezifische Ausnahmen geben kann.

Verhalten

Aktivität
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Rotauge stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
Sozialverhalten
Das Sozialverhalten variiert bei dem Rotauge von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
Wanderung
Das Rotauge unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Weltweit, abhängig von der Ozean- oder Kontinentalregion.

Nutzung

Fischerei
Oft ist Das Rotauge das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
Aquakultur
In zunehmendem Maße wird Das Rotauge für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Das Rotauge ist je nach lokalem und internationalem Schutzstatus entweder nicht gelistet oder anhangspflichtig.
Quellen
FishBase, IUCN Red List, GBIF.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Früher Morgen, Vormittag, Dämmerung

Schwierigkeit

Mittel (etwas Erfahrung nötig)

Angelmethoden

Rotauge wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Rotauge eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Rotauge steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Rotauge reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Rotauge reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Rotauge zieht sich im Winter meist in ruhigere, tiefere Bereiche zurück und frisst deutlich vorsichtiger; kleine Köder und längere Ruhephasen sind dann wichtig.

Bissanzeige

Beim Rotauge zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Rotauge kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Rotauge sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Rotauge sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Rotauge erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Das Rotauge (Rutilus rutilus) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung in seinem bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft dem Rotauge bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet dem Rotauge eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Das Rotauge verfügt über evolutionär angepasste anatomische...

Regelhinweis

Für Rotauge müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

125 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfetter Fisch

Grätenstruktur

Rotauge besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Rotauge hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Rotauge ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Rotauge werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Rotauge kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Rotauge eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Rotauge braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Rotauge passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Rotauge passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Rotauge passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Rotauge sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Rotauge ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 2000 l

Mindestteich

ab 8000 l

Temperatur

4 - 22 °C

pH-Wert

6.5 - 8.5

Karbonathärte

5 - 20 dKH

Schwimmzone

Alle Wasserschichten

Haltungsanspruch

Die Pflege für das Rotauge im Aquarium erfordert fachliche Kenntnisse über die Wasserparameter und seine Endgröße.

Gruppengröße

Rotauge ist als Gruppen- bzw. Schwarmfisch zu pflegen; für die Aquaristik sind mindestens 6 bis 10 Tiere sinnvoll, bei sehr kleinen Arten eher mehr.

Vergesellschaftung

Rotauge sollte nur mit Arten vergesellschaftet werden, die dieselben Wasserwerte, Temperaturbereiche und ein vergleichbares Aktivitätsniveau tolerieren.

Pflanzen

Rotauge gilt bei passender Ernährung grundsätzlich als pflanzenverträglich; dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung bietet Deckung, ohne die Schwimmfläche zu stark einzuschränken.

Strömung & Sauerstoff

Rotauge bevorzugt ruhige bis mäßig bewegte Bereiche; starke Dauerströmung sollte vermieden werden, eine gute biologische Filterung bleibt trotzdem wichtig.

Futterannahme

Rotauge nimmt meist abwechslungsreiches Futter an, darunter Flocken- oder Granulatfutter, Frostfutter, Lebendfutter und je nach Art pflanzliche Bestandteile.

Überwinterung

Rotauge kann in einem ausreichend tiefen, stabilen, nicht vollständig zufrierenden Gartenteich überwintern; wichtig sind gute Sauerstoffversorgung, frostfreie Rückzugszonen und keine vollständige Eisabdeckung.

Nachzucht

Rotauge laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel (Fortgeschritten)

Beleuchtung

Mittel