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Blei

Blicca bjoerkna

Güster / Blei (Blicca bjoerkna), gehoert zur Familie Leuciscidae, lebt in Süßwasser; benthopelagisch; Seen und Flüsse der Brassenregion., und wird als Omnivor beschrieben.

25 cm, max 45 cmmax 1.2 kgbis 15 Jahre0-10 m TiefeOmnivor

Merkmale

  • Körperform: Der Blei (Blicca bjoerkna) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt.
  • Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Blei insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Lebensraum

Süßwasser; benthopelagisch; Seen und Flüsse der Brassenregion.

Klimazone: Gemäßigt

Temperatur: 4 - 22 Grad C

pH-Wert: 7 - 8.5

Ernährung

Typ: Omnivor

Die Nahrungssuche ist bei dem Blei stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.

Beute: Als Beute bevorzugt Der Blei Organismen, die im jeweiligen Lebensraum vorkommen.

Als Beute bevorzugt Der Blei Organismen
die im jeweiligen Lebensraum vorkommen.

Verbreitung

Region: Europa

Besonderheiten

  • Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Blei stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
  • Das Sozialverhalten variiert bei dem Blei von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
  • Der Blei unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
  • Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Blei darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
  • Beim sachgemäßen Umgang mit dem Blei bestehen im Normalfall keine ausgeprägten Gefahren.
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Blei stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.OmnivorFür den Menschen ist Der Blei oft von Bedeutung für die kommerzielle Fischerei, Sportfischerei oder als Zierfisch.

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Leuciscidae
Gattung
Blicca
Art
bjoerkna
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758

Morphologie

Körperform
Der Blei (Blicca bjoerkna) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt.
Seitenlinie
Der Blei besitzt in der Regel eine ausgebildete Seitenlinie zur sensorischen Wahrnehmung in seinem Habitat.
Geschlechtsunterschiede
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Blei insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Ovipar
Modus
Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Blei darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
Laichtyp
Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Der Blei als Freilaicher, Schaumnestbauer oder Substratlaicher.
Brutpflege
Der Blei betreibt artspezifische Brutpflege, die vom evolutionären Hintergrund abhängt.

Verhalten

Aktivität
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Blei stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
Sozialverhalten
Das Sozialverhalten variiert bei dem Blei von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
Wanderung
Der Blei unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Oft ist Der Blei das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
Aquakultur
In zunehmendem Maße wird Der Blei für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Der Blei ist je nach lokalem und internationalem Schutzstatus entweder nicht gelistet oder anhangspflichtig.
Quellen
FishBase, IUCN Red List, GBIF.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Früher Morgen, Vormittag, Dämmerung

Schwierigkeit

Mittel (etwas Erfahrung nötig)

Angelmethoden

Blei wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Blei eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Blei steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Blei reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Blei reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Blei zieht sich im Winter meist in ruhigere, tiefere Bereiche zurück und frisst deutlich vorsichtiger; kleine Köder und längere Ruhephasen sind dann wichtig.

Bissanzeige

Beim Blei zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Blei kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Blei sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Blei sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Blei erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Der Blei (Blicca bjoerkna) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft dem Blei bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet dem Blei eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Der Blei verfügt über evolutionär angepasste anatomische Besonderheiten, die ihm das...

Regelhinweis

Für Blei müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

125 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfetter Fisch

Grätenstruktur

Blei besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Blei hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Blei ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Blei werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Blei kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Blei eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Blei braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Blei passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Blei passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Blei passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Blei sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Blei ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 2000 l

Temperatur

4 - 22 °C

pH-Wert

7 - 8.5

Karbonathärte

5 - 20 dKH

Schwimmzone

Alle Wasserschichten

Haltungsanspruch

Die Pflege für den Blei im Aquarium erfordert fachliche Kenntnisse über die Wasserparameter und Endgröße.

Gruppengröße

Blei ist als Gruppen- bzw. Schwarmfisch zu pflegen; für die Aquaristik sind mindestens 6 bis 10 Tiere sinnvoll, bei sehr kleinen Arten eher mehr.

Vergesellschaftung

Blei darf nur mit deutlich größeren, robusten und ruhigen Mitbewohnern vergesellschaftet werden; kleine Fische, Garnelen oder sehr scheue Arten werden als Beute oder Stressfaktor behandelt.

Pflanzen

Blei gilt bei passender Ernährung grundsätzlich als pflanzenverträglich; dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung bietet Deckung, ohne die Schwimmfläche zu stark einzuschränken.

Strömung & Sauerstoff

Blei benötigt stabile Wasserqualität, ausreichend Sauerstoff und eine zur natürlichen Lebensweise passende leichte bis mittlere Wasserbewegung.

Futterannahme

Blei nimmt meist abwechslungsreiches Futter an, darunter Flocken- oder Granulatfutter, Frostfutter, Lebendfutter und je nach Art pflanzliche Bestandteile.

Überwinterung

Blei ist für eine ganzjährige Freilandhaltung im normalen Gartenteich nicht geeignet; Temperatur-, Salzgehalts-, Größen-, Strömungs- oder Schutzanforderungen sprechen dagegen.

Nachzucht

Blei benötigt für die Nachzucht warmes, ruhiges Wasser, Schwimmpflanzen oder Deckung an der Oberfläche und eine stressarme Umgebung für Schaumnestbau und Jungfischaufzucht.

Nachzuchtanspruch

Mittel (Fortgeschritten)

Beleuchtung

Egal / Anpassungsfähig