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Acantopsis rungthipae

Acantopsis rungthipae

Pferdekopfschmerle (Acantopsis rungthipae), gehoert zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser; demersal; tropische Fluss- und Bachsysteme mit sandigem bis feinkiesigem Grund., und wird als Kleintierfresser mit Aufwuchsanteil beschrieben.

10 cm, max 20.3 cmbenthivor-omnivor

Merkmale

  • Körperform: Acantopsis rungthipae ist eine langgestreckte, schlanke und bodenorientierte Schmerle mit deutlich pferdekopfartig verlängerter Schnauze. Der Körper ist niedrig, nahezu zylindrisch und an das Leben auf sandigen Flussböden angepasst.
  • Maulstellung: Das Maul ist unterständig und nach unten gerichtet; diese Maulstellung ermöglicht Acantopsis rungthipae das Durchsuchen von Sand, feinem Kies und Detritus nach Kleinnahrung.
  • Acantopsis rungthipae zeigt eine gelblich- bis bräunliche Rückenfärbung und eine weißliche Unterseite. Typisch sind 10-20 dunkle Sättel entlang der Rückenlinie, 9-17 große dunkle Flecken oder Fleckenreihen entlang der Körperseite, 2-3 schwache Bänder in der Rückenflosse sowie 4-5 schwache Bänder in der Schwanzflosse. Am oberen Rand der Schwanzflossenbasis sitzt meist ein kleiner, deutlicher schwarzer Fleck.
  • Besonders auffällig sind die lange Schnauze, der schmale Körper, der für Cobitidae typische suborbitale Dorn und das Fehlen freiliegender Lippenbarteln. Die Art kann sich schnell in feinen Bodengrund eingraben.
  • Geschlechtsunterschiede: Männchen besitzen einen längeren und verzweigten ersten Brustflossenstrahl. Weibchen wirken bei adulten Tieren häufig etwas kräftiger, belastbare artspezifische Angaben über weitere Geschlechtsunterschiede sind begrenzt.

Lebensraum

Süßwasser; demersal; tropische Fluss- und Bachsysteme mit sandigem bis feinkiesigem Grund.

Klimazone: tropisch

Bodengrund: Acantopsis rungthipae lebt bodennah und bevorzugt weiche, feine Substrate wie Sand, feinen Kies oder schlammige Bereiche. Dieses Substrat ist wichtig, weil die Art den Boden nach Nahrung durchsucht und sich bei Störung eingräbt.

Temperatur: 23 - 28 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

Acantopsis rungthipae ist eine weit verbreitete Pferdekopfschmerle des südostasiatischen Festlands. Gesicherte Vorkommen liegen in Thailand in den Einzugsgebieten von Tapi, Mae Khlong, Chao Phraya, Bang Pakong und Welu sowie im Mekong-System von Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam.

Ernährung

Typ: benthivor-omnivor

Acantopsis rungthipae sucht seine Nahrung am Gewässergrund. Sie nimmt vor allem kleine benthische Wirbellose wie Insektenlarven, Mückenlarven, kleine Würmer und Krebstierchen auf; auch feiner Aufwuchs und algige Bestandteile werden mit aufgenommen.

Beute: Mückenlarven, Fadenwürmer, kleine Insektenlarven, Cyclops, Artemia, feiner Aufwuchs und schnell sinkende Bodennahrung.

Mückenlarven
Fadenwürmer
kleine Insektenlarven

Verbreitung

Region: Südostasien; Festland-Asien mit Mekong-, Chao-Phraya-, Mae-Khlong-, Tapi-, Bang-Pakong- und Welu-Einzugsgebieten.

Länder: Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam.

Acantopsis rungthipae ist eine weit verbreitete Pferdekopfschmerle des südostasiatischen Festlands. Gesicherte Vorkommen liegen in Thailand in den Einzugsgebieten von Tapi, Mae Khlong, Chao Phraya, Bang Pakong und Welu sowie im Mekong-System von Thailand, Kambodscha, Laos und Vietnam.

Besonderheiten

  • Die Art lebt überwiegend bodennah und ist vor allem bei gedämpftem Licht aktiv. In Aquarien zeigt sich Acantopsis rungthipae häufig dämmerungs- bis nachtaktiv und verbringt Ruhephasen teilweise eingegraben.
  • Acantopsis rungthipae gilt als friedliche Bodenschmerle. Sie sollte mit ruhigen, nicht aggressiven Arten vergesellschaftet werden und benötigt störungsarme Bodenzonen, feinen Sand sowie mehrere Verstecke.
  • Ein artspezifisch detailliert belegtes Wanderverhalten ist nicht beschrieben. Als Flussbewohner kann Acantopsis rungthipae innerhalb geeigneter Sand- und Feinkiesbereiche der Einzugsgebiete saisonal Ortswechsel zeigen.
  • Zur Fortpflanzungsbiologie von Acantopsis rungthipae liegen keine gesicherten Detaildaten vor. Als Cobitidae ist die Art eierlegend; konkrete Angaben zu Laichsubstrat, Paarungsverhalten, Eizahl und Larvenentwicklung sind nicht belastbar dokumentiert.
  • Für Menschen besteht keine Gefahr; für die Haltung sind empfindliche Reaktionen auf schlechte Wasserqualität, Medikamente sowie erhöhte Nitrit- und Nitratwerte zu beachten.
Die Art lebt überwiegend bodennah und ist vor allem bei gedämpftem Licht aktiv. In Aquarien zeigt sich Acantopsis rungthipae häufig dämmerungs- bis nachtaktiv und verbringt Ruhephasen teilweise eingegraben.Kleintierfresser mit AufwuchsanteilAcantopsis rungthipae besitzt vor allem Bedeutung als Zierfisch in der Aquaristik. Eine nennenswerte Nutzung als Speisefisch oder in der kommerziellen Fischerei ist nicht dokumentiert.

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Unterordnung
Cobitoidei
Familie
Cobitidae
Unterfamilie
Cobitinae
Gattung
Acantopsis
Art
rungthipae
Erstbeschreiber
Boyd, Nithirojpakdee & Page, 2017
Synonyme
Keine gesicherten taxonomischen Synonyme; in der Aquaristik vor der Revision häufig als Acantopsis dialuzona oder Acantopsis choirorhynchos gehandelt.

Morphologie

Körperform
Acantopsis rungthipae ist eine langgestreckte, schlanke und bodenorientierte Schmerle mit deutlich pferdekopfartig verlängerter Schnauze. Der Körper ist niedrig, nahezu zylindrisch und an das Leben auf sandigen Flussböden angepasst.
Maulstellung
Das Maul ist unterständig und nach unten gerichtet; diese Maulstellung ermöglicht Acantopsis rungthipae das Durchsuchen von Sand, feinem Kies und Detritus nach Kleinnahrung.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
9 - 10
Afterflosse Hartstrahlen
0
Wirbel
41-43
Seitenlinie
Eine belastbare Seitenlinienschuppenzahl ist in den Standardquellen nicht angegeben; diagnostisch werden 9-17 große dunkle Flecken entlang der Seitenlinie genannt.
Geschlechtsunterschiede
Männchen besitzen einen längeren und verzweigten ersten Brustflossenstrahl. Weibchen wirken bei adulten Tieren häufig etwas kräftiger, belastbare artspezifische Angaben über weitere Geschlechtsunterschiede sind begrenzt.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
ovipar
Modus
Zur Fortpflanzungsbiologie von Acantopsis rungthipae liegen keine gesicherten Detaildaten vor. Als Cobitidae ist die Art eierlegend; konkrete Angaben zu Laichsubstrat, Paarungsverhalten, Eizahl und Larvenentwicklung sind nicht belastbar dokumentiert.
Laichtyp
vermutlich Freilaicher; keine gesicherten artspezifischen Daten verfügbar.
Brutpflege
Eine Brutpflege ist für Acantopsis rungthipae nicht belegt; bei vergleichbaren Cobitidae ist keine ausgeprägte Brutpflege zu erwarten.

Verhalten

Aktivität
Die Art lebt überwiegend bodennah und ist vor allem bei gedämpftem Licht aktiv. In Aquarien zeigt sich Acantopsis rungthipae häufig dämmerungs- bis nachtaktiv und verbringt Ruhephasen teilweise eingegraben.
Sozialverhalten
Acantopsis rungthipae gilt als friedliche Bodenschmerle. Sie sollte mit ruhigen, nicht aggressiven Arten vergesellschaftet werden und benötigt störungsarme Bodenzonen, feinen Sand sowie mehrere Verstecke.
Wanderung
Ein artspezifisch detailliert belegtes Wanderverhalten ist nicht beschrieben. Als Flussbewohner kann Acantopsis rungthipae innerhalb geeigneter Sand- und Feinkiesbereiche der Einzugsgebiete saisonal Ortswechsel zeigen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Indomalayische Region

Nutzung

Fischerei
Keine bedeutende kommerzielle Fischerei; die Art ist vor allem aus dem Zierfischhandel bekannt.
Aquakultur
Keine relevante Aquakulturart; eine gezielte kommerzielle Nachzucht ist nicht belastbar belegt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet; CITES nicht bewertet.
Quellen
FishBase: Acantopsis rungthipae, Version 2025-2; Eschmeyer's Catalog of Fishes, Online Version 19 May 2026; GBIF/Plazi Treatment: Acantopsis rungthipae aus Boyd et al. 2017; Boyd et al. 2017: Revision of the horseface loaches, Zootaxa 4341(2):151-192; Fischlexikon.eu: Acantopsis rungthipae; Aquarium Glaser: Acantopsis rungthipae im Zierfischhandel.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 160 l

Temperatur

23 - 28 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Karbonathärte

2 - 12 dKH

Schwimmzone

Bodenorientiert

Haltungsanspruch

Die Haltung ist mittelschwer und setzt feinen Sandboden, gute Sauerstoffversorgung, stabile Wasserwerte und gedämpftes Licht voraus. Wichtig sind freie Bodenflächen zum Gründeln, Verstecke aus Wurzeln oder Steinen und eine leichte bis deutliche Strömung.

Gruppengröße

Acantopsis rungthipae lebt bodenorientiert und profitiert je nach Art von Gruppenhaltung oder mehreren Verstecken; kleine friedliche Arten sollten mindestens in einer kleinen Gruppe gepflegt werden.

Vergesellschaftung

Acantopsis rungthipae passt zu friedlichen Arten der mittleren und oberen Wasserschichten; am Boden dürfen keine stark konkurrierenden oder aggressiven Fische dominieren.

Pflanzen

Acantopsis rungthipae kann weiche Wasserpflanzen anfressen oder beim Gründeln lösen; robuste Pflanzen, geschützte Wurzelbereiche und freie Schwimm- bzw. Gründelzonen sind sinnvoll.

Strömung & Sauerstoff

Acantopsis rungthipae benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit spürbarer Strömung; tote Zonen und dauerhaft niedrige Sauerstoffwerte sind ungeeignet.

Futterannahme

Acantopsis rungthipae benötigt pflanzliche Kost, Aufwuchsersatz und ballaststoffreiches Futter; Spirulina-, Gemüse- und Grünfutteranteile sind wichtig.

Überwinterung

Acantopsis rungthipae ist für eine ganzjährige Freilandhaltung im normalen Gartenteich nicht geeignet; Temperatur-, Salzgehalts-, Größen-, Strömungs- oder Schutzanforderungen sprechen dagegen.

Nachzucht

Acantopsis rungthipae laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel (Fortgeschritten)

Beleuchtung

Gedämpft