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Acanthopagrus australis

Acanthopagrus australis

Gelbflossenbrasse (Acanthopagrus australis), gehoert zur Familie Sparidae, lebt in marine und brackige Küstenlebensräume: Ästuare, Küstenflüsse, Creeks, Seen, Buchten, Mangroven, küstennahe Fels- und Riffbereiche; dringt saisonal auch in untere Süßwasserabschnitte vor, und wird als Omnivor / benthivorer Opportunist beschrieben.

30 cm, max 66 cmmax 4.5 kgbis 14 Jahre0-50 m Tiefeomnivor mit carnivor-benthivorem...

Merkmale

  • Körperform: mäßig hochrückiger bis hochrückiger, seitlich zusammengedrückter Brassenkörper; typische Sparidae-Körperform
  • Maulstellung: endständig; kräftige Kiefer mit vorderen Hundszähnen und seitlich/hinten molarartig abgeflachten Zähnen
  • silbrig bis olivgrün; Küstenfische meist silbriger, Ästuarfische dunkler; gelbliche Bauch- und Afterflossen, häufig auch gelbliche Brustflossen; schwarzer Fleck am oberen Bereich der Brustflossenbasis; dunkle Ränder an Rücken- und Schwanzflosse
  • starke Flossenstacheln in Rücken-, After- und Bauchflossen; sparidentypische kräftige Gebissform mit vorderen Fang-/Hundszähnen und molarartigen Mahlzähnen; protandrischer Geschlechtswechsel
  • Geschlechtsunterschiede: protandrischer Hermaphroditismus: ein Teil der Population wechselt nach der ersten Laichsaison vom Männchen zum Weibchen; ein Teil bleibt männlich, wenige Tiere entwickeln sich direkt zu Weibchen

Lebensraum

marine und brackige Küstenlebensräume: Ästuare, Küstenflüsse, Creeks, Seen, Buchten, Mangroven, küstennahe Fels- und Riffbereiche; dringt saisonal auch in untere Süßwasserabschnitte vor

Klimazone: temperiert bis warm-temperiert; ca. 19°S–38°S

Bodengrund: Seegras-, Mangroven-, Sand- und küstennahe Felsstrukturen; Postlarven und Jungfische bevorzugen flache ästuarine Seegrasbetten und geschützte Uferzonen

Temperatur: 20.2 - 26.1 Grad C

pH-Wert: 7.8 - 8.5

Endemisch an der Ostküste Australiens. Die Art lebt überwiegend in Ästuaren und küstennahen Gewässern, wandert zum Laichen in Richtung Flussmündungen/Surfbar-Zonen und kehrt anschließend in ästuarine Fresshabitate zurück.

Ernährung

Typ: omnivor mit carnivor-benthivorem Schwerpunkt

frisst Mollusken, Krebstiere, Würmer, kleine Fische und Ascidien; opportunistischer Räuber/Sammler in ästuarinen und küstennahen Habitaten

Beute: kleine Krabben, Garnelen, Muscheln, Schnecken, Polychaeten/Würmer, kleine Knochenfische und Seescheiden/Ascidien

kleine Krabben
Garnelen
Muscheln

Verbreitung

Region: Ostaustralien: von Townsville, Queensland, bis Gippsland Lakes/Mallacoota-Region, Victoria; Schwerpunkt in Ästuaren und küstennahen Gewässern von Queensland, New South Wales und Victoria

Länder: Australien: östliche Küste von Queensland über New South Wales bis Victoria; zusätzlich Lord-Howe-Insel. Meldungen aus Japan/Ryukyu/Taiwan gelten laut FishBase als prüfungsbedürftig.

Endemisch an der Ostküste Australiens. Die Art lebt überwiegend in Ästuaren und küstennahen Gewässern, wandert zum Laichen in Richtung Flussmündungen/Surfbar-Zonen und kehrt anschließend in ästuarine Fresshabitate zurück.

Besonderheiten

  • opportunistisch; nutzt Ästuare ganzjährig, Laichaktivität vor allem im Winter im Bereich von Flussmündungen
  • bildet Gruppen/Schwärme; als Jungfisch in flachen Ästuargebieten und Seegrasbereichen, als Adultfisch häufig in ästuarinen und küstennahen Strukturen
  • oceanodrom; saisonale Laichwanderung von ästuarinen Fresshabitaten zu Flussmündungen und küstennahen Laichplätzen
  • protandrischer Hermaphroditismus; ein Teil der Tiere wechselt nach der ersten Laichsaison von männlich zu weiblich
  • keine artspezifische Gefahr für Menschen; vorsichtiger Umgang wegen harter Rücken-, After- und Bauchflossenstacheln sinnvoll
opportunistisch; nutzt Ästuare ganzjährig, Laichaktivität vor allem im Winter im Bereich von FlussmündungenOmnivor / benthivorer Opportunistwichtiger Speise-, Angel- und Wirtschaftsfisch in Ostaustralien; kommerzielle Fischerei, Freizeitfischerei und kommerzielle Aquakultur-Relevanz

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Perciformes
Unterordnung
Percoidei
Familie
Sparidae
Unterfamilie
Sparinae
Gattung
Acanthopagrus
Art
australis
Erstbeschreiber
(Günther, 1859)
Synonyme
Chrysophrys australis Günther, 1859; Mylio australis (Günther, 1859); Roughleyia australis (Günther, 1859); Sparus australis (Günther, 1859); Pagrus australis (Günther, 1859)

Morphologie

Körperform
mäßig hochrückiger bis hochrückiger, seitlich zusammengedrückter Brassenkörper; typische Sparidae-Körperform
Maulstellung
endständig; kräftige Kiefer mit vorderen Hundszähnen und seitlich/hinten molarartig abgeflachten Zähnen
Rückenflosse Hartstrahlen
11 - 12
Rückenflosse Weichstrahlen
10 - 11
Afterflosse Hartstrahlen
3
Afterflosse Weichstrahlen
8
Wirbel
24
Geschlechtsunterschiede
protandrischer Hermaphroditismus: ein Teil der Population wechselt nach der ersten Laichsaison vom Männchen zum Weibchen; ein Teil bleibt männlich, wenige Tiere entwickeln sich direkt zu Weibchen

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
sexuell; ovipar; planktonische Eier und planktonische Larven
Modus
protandrischer Hermaphroditismus; ein Teil der Tiere wechselt nach der ersten Laichsaison von männlich zu weiblich
Laichtyp
Winterlaicher; Laichen hauptsächlich in der Nähe von Flussmündungen; Eier und Larven planktonisch
Brutpflege
keine Brutpflege bekannt; planktonische Eier und Larven
Inkubation
2.5 Tage

Verhalten

Aktivität
opportunistisch; nutzt Ästuare ganzjährig, Laichaktivität vor allem im Winter im Bereich von Flussmündungen
Sozialverhalten
bildet Gruppen/Schwärme; als Jungfisch in flachen Ästuargebieten und Seegrasbereichen, als Adultfisch häufig in ästuarinen und küstennahen Strukturen
Wanderung
oceanodrom; saisonale Laichwanderung von ästuarinen Fresshabitaten zu Flussmündungen und küstennahen Laichplätzen
Endemisch
Ja
Biogeographie
Australasiatische Region / Südwestpazifik

Nutzung

Fischerei
Ja; kommerziell befischt und zugleich bedeutender Freizeit-/Angelfisch in Queensland, New South Wales und Victoria. fish.gov.au bewertet den ostaustralischen Bestand als nachhaltig.
Aquakultur
kommerziell relevant; FishBase nennt Aquakultur: commercial

Schutz & Quellen

CITES
nicht gelistet / nicht bewertet
Quellen
FishBase: Acanthopagrus australis, Yellowfin bream, ID 8109; Fishes of Australia: Yellowfin Bream, Acanthopagrus australis (Günther 1859); Australian Museum: Yellowfin Bream, Acanthopagrus australis; fish.gov.au: Yellowfin Bream Stock Status 2023; GBIF Backbone Taxonomy: Acanthopagrus australis (Günther, 1859).

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Ganzjährig

Angelzeit

Früher Morgen, Vormittag, Dämmerung

Schwierigkeit

Mittel (etwas Erfahrung nötig)

Angelmethoden

Acanthopagrus australis wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Acanthopagrus australis eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Acanthopagrus australis steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Acanthopagrus australis reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Acanthopagrus australis reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Acanthopagrus australis besitzt in seinem natürlichen tropischen Verbreitungsgebiet kein klassisches Winterverhalten wie mitteleuropäische Arten; Fangmuster richten sich eher nach Regen- und Trockenzeit.

Bissanzeige

Beim Acanthopagrus australis zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Acanthopagrus australis kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Acanthopagrus australis sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Schutz vor Stacheln, Zähnen oder elektrischen Organen beachten.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Acanthopagrus australis sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Acanthopagrus australis erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: mäßig hochrückiger bis hochrückiger, seitlich zusammengedrückter Brassenkörper; typische Sparidae-Körperform endständig; kräftige Kiefer mit vorderen Hundszähnen und seitlich/hinten molarartig abgeflachten Zähnen silbrig bis olivgrün; Küstenfische meist silbriger, Ästuarfische dunkler; gelbliche Bauch- und Afterflossen, häufig auch gelbliche Brustflossen; schwarzer Fleck am oberen Bereich der Brustflossenbasis;...

Regelhinweis

Für Acanthopagrus australis gelten je nach Küstenstaat, Fanggebiet und Methode unterschiedliche Mindestmaße, Schonzeiten, Schutzgebiete und Entnahmebegrenzungen.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

105 kcal / 100 g

Eiweiß

20 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfetter Fisch

Grätenstruktur

Acanthopagrus australis besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Acanthopagrus australis hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Acanthopagrus australis ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Acanthopagrus australis werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Acanthopagrus australis kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Acanthopagrus australis eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Acanthopagrus australis braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Acanthopagrus australis passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Acanthopagrus australis passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Acanthopagrus australis passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Acanthopagrus australis sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Acanthopagrus australis ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.