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Abbotts Muräne

Gymnothorax eurostus

Abbotts Muräne (Gymnothorax eurostus), gehoert zur Familie Muraenidae, lebt in Marin; riffgebunden; benthisch in Spalten, Höhlen und unter Überhängen küstennaher Riffe., und wird als Fleischfresser beschrieben.

0-74 m Tiefekarnivor / Räuber

Merkmale

  • Körperform: Aalartig langgestreckter, kräftiger Muränenkörper; reef-associated und benthisch in Spalten und Höhlen.
  • Maulstellung: Endständig; großer Muränenkiefer mit kräftigem Gebiss, geeignet zum Packen kleiner Fische und Krebstiere.
  • Dunkel purpurbraun bis braun; kleine gelbliche Flecken, am Schwanz spärlicher; teils unregelmäßige gelbe und schwarze Zeichnung mit heller Schwanzkante.
  • Typische Muräne ohne Brust- und Bauchflossen; Rücken-, Schwanz- und Afterflosse wirken lang durchgehend; versteckt sich tagsüber in Riffspalten.
  • Geschlechtsunterschiede: Kein belastbar auffälliger äußerer Geschlechtsdimorphismus für die Lexikon-Darstellung angegeben.

Lebensraum

Marin; riffgebunden; benthisch in Spalten, Höhlen und unter Überhängen küstennaher Riffe.

Klimazone: subtropisch bis tropisch

Bodengrund: Felsige und koralline Riffe, Spalten, Höhlen, Unterstände, Überhänge und strukturreiche Küstenriffe.

Temperatur: 21.5 - 28.4 Grad C

FishBase beschreibt die Verbreitung als antitropisch im Indopazifik; östlicher Pazifik mit Costa Rica, Osterinsel und Chile. Australische Quellen nennen Vorkommen von Westaustralien über Queensland/NSW bis Lord Howe Island und Norfolk Island.

Ernährung

Typ: karnivor / Räuber

Frisst Krebstiere und kleine Fische; als nachtaktiver Riffjäger überwiegend auf kleine Rifffische, Garnelen und Krabben spezialisiert.

Beute: Kleine Fische, Riffische, Garnelen, Krabben und andere Krebstiere; im Aquarium nur für erfahrene Halter mit entsprechendem Futter- und Sicherheitsmanagement geeignet.

Kleine Fische
Riffische
Garnelen

Verbreitung

Region: Indopazifik; Australien und westlicher Pazifik; östlicher Pazifik von Costa Rica bis Osterinsel und Chile.

Länder: Australien, Chile, Costa Rica, Französisch-Polynesien, Hawaii/USA, Japan, La Réunion, Lord-Howe-Insel, Madagaskar, Mauritius, Neukaledonien, Neuseeland, Osterinsel/Rapa Nui, Papua-Neuguinea, Pitcairn-Gruppe, Südafrika, Taiwan, Tonga; Seychellen-Vorkommen in FishBase als umstritten erwähnt.

FishBase beschreibt die Verbreitung als antitropisch im Indopazifik; östlicher Pazifik mit Costa Rica, Osterinsel und Chile. Australische Quellen nennen Vorkommen von Westaustralien über Queensland/NSW bis Lord Howe Island und Norfolk Island.

Besonderheiten

  • nachtaktiv; tagsüber versteckt in Riffspalten und Höhlen
  • überwiegend einzelgängerisch und revierbezogen in Verstecken; räuberisch gegenüber kleineren Beckenbewohnern
  • kein klassischer Wanderfisch; riffassoziierter Standortfisch
  • Freilaicher; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch, für Muränen typisch mit Leptocephalus-Larvenstadium.
  • Kräftiger Biss möglich; Meerwasser-Lexikon kennzeichnet die Art als giftig. Nicht mit der Hand füttern, nicht anfassen, sichere Abdeckung und vorsichtiger Umgang erforderlich.
nachtaktiv; tagsüber versteckt in Riffspalten und HöhlenFleischfresserFishBase nennt kommerzielle Fischerei und Aquarienhandel; für die allgemeine Speisefischerei nur begrenzte Bedeutung.

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii / Teleostei
Überordnung
Elopomorpha
Ordnung
Anguilliformes
Unterordnung
Muraenoidei
Familie
Muraenidae
Unterfamilie
Muraeninae
Gattung
Gymnothorax
Art
eurostus
Erstbeschreiber
(Abbott, 1860)
Synonyme
Muraena eurosta Abbott, 1860; Gymnothorax richardsoni Bleeker, 1852 wird in älterer Literatur teils im Umfeld der Art diskutiert; aktuelle Hauptführung: Gymnothorax eurostus (Abbott, 1860).

Morphologie

Körperform
Aalartig langgestreckter, kräftiger Muränenkörper; reef-associated und benthisch in Spalten und Höhlen.
Maulstellung
Endständig; großer Muränenkiefer mit kräftigem Gebiss, geeignet zum Packen kleiner Fische und Krebstiere.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Hartstrahlen
0
Wirbel
120-123
Seitenlinie
Muränen sind schuppenlos bzw. ohne klassische Schuppenreihe; relevant sind Seitenlinien-/Kopfporen statt zählbarer Seitenlinienschuppen.
Geschlechtsunterschiede
Kein belastbar auffälliger äußerer Geschlechtsdimorphismus für die Lexikon-Darstellung angegeben.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
ovipar
Modus
Freilaicher; Eier und Larven entwickeln sich pelagisch, für Muränen typisch mit Leptocephalus-Larvenstadium.
Laichtyp
pelagische Eier / marine Freilaicher
Brutpflege
keine bekannte Brutpflege

Verhalten

Aktivität
nachtaktiv; tagsüber versteckt in Riffspalten und Höhlen
Sozialverhalten
überwiegend einzelgängerisch und revierbezogen in Verstecken; räuberisch gegenüber kleineren Beckenbewohnern
Wanderung
kein klassischer Wanderfisch; riffassoziierter Standortfisch
Endemisch
Nein
Biogeographie
Indopazifik mit antitropischer Verbreitung; zusätzlich östlicher Pazifik.

Nutzung

Fischerei
FishBase: kommerzielle Fischerei vermerkt; keine bedeutende Zielfischart in der breiten Speisefischerei.
Aquakultur
Keine relevante Aquakulturart; Bedeutung vor allem im Meerwasser-Aquarienhandel.

Schutz & Quellen

CITES
Not Evaluated / nicht gelistet
Quellen
FishBase: Gymnothorax eurostus (Abbott, 1860), Abbott's moray eel; Fishes of Australia: Stout Moray, Gymnothorax eurostus; Meerwasser-Lexikon/Reeflex: Gymnothorax eurostus, Abbotts Muräne; WoRMS AphiaID 217496. Bild-/Lizenzhinweis wurde vom Nutzer nicht mitgeliefert.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 1500 l

Temperatur

21.5 - 28.4 °C

Schwimmzone

Bodenorientiert

Haltungsanspruch

Kein Anfängertier; sehr großes Meerwasseraquarium, ausbruchssichere Abdeckung, stabile Wasserwerte und fischräuberisches Verhalten berücksichtigen.

Gruppengröße

Abbotts Muräne ist nur für Spezialisten geeignet; wegen Größe, Räuberverhalten oder Territorialität ist Einzelhaltung oder sehr gezielte Gruppenplanung erforderlich.

Vergesellschaftung

Abbotts Muräne darf nur mit deutlich größeren, robusten und ruhigen Mitbewohnern vergesellschaftet werden; kleine Fische, Garnelen oder sehr scheue Arten werden als Beute oder Stressfaktor behandelt.

Pflanzen

Abbotts Muräne gilt bei passender Ernährung grundsätzlich als pflanzenverträglich; dichte Rand- und Hintergrundbepflanzung bietet Deckung, ohne die Schwimmfläche zu stark einzuschränken.

Strömung & Sauerstoff

Abbotts Muräne benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit spürbarer Strömung; tote Zonen und dauerhaft niedrige Sauerstoffwerte sind ungeeignet.

Futterannahme

Abbotts Muräne akzeptiert in Gefangenschaft vor allem fleischliche Kost wie Frostfutter, Fischstücke, Garnelen oder geeignete Stinte; dauerhaftes Lebendfutter sollte nicht nötig sein.

Überwinterung

Abbotts Muräne ist für eine ganzjährige Freilandhaltung im normalen Gartenteich nicht geeignet; Temperatur-, Salzgehalts-, Größen-, Strömungs- oder Schutzanforderungen sprechen dagegen.

Nachzucht

Abbotts Muräne laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Sehr schwer (Spezialisten)

Beleuchtung

Gedämpft