Abantgöl-Forelle
Salmo abanticus
Abantgöl-Forelle; Abantseeforelle (Salmo abanticus), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser; endemische See-/Quellbereich-Art im Abant Gölü., und wird als Insektenfresser und Fischfresser beschrieben.
Merkmale
- Körperform: Gestreckter, spindelförmiger Forellenkörper; seitlich nur schwach zusammengedrückt.
- Maulstellung: Endständig; Oberkiefer reicht bei größeren Tieren bis hinter das Auge; Maul bezahnt.
- Silbrig bis gelblichgrau; Rücken und obere Flanken dunkler bräunlich; Kopf und Flanken mit dunklen Punkten; Flossen teils bräunlich-transparent bis schwach rötlich.
- Typische Salmonidenmerkmale mit Fettflosse; kräftiger, stromlinienförmiger Körper für aktives Schwimmen.
- Geschlechtsunterschiede: Bei laichreifen Salmoniden können Männchen stärker entwickelte Kiefer- und Kopfform zeigen; artspezifische, gesicherte Angaben zur Abantgöl-Forelle sind begrenzt.
Lebensraum
Süßwasser; endemische See-/Quellbereich-Art im Abant Gölü.
Klimazone: Subtropisch; kühles Süßwasser-Habitat in Nordwestanatolien.
Bodengrund: Laichbereiche an unterirdisch gespeisten Quellen; Kies-/Quellsubstrate sind für die Eiablage typisch.
Endemisch im Abantsee-Gebiet; FishBase nennt als Verbreitung Asien: Türkei. Der See besitzt keine größeren Zuflüsse und wird unter anderem durch unterirdische Quellen gespeist.
Ernährung
Typ: Karnivor
Ernährt sich vor allem von Insekten und kleineren Fischen.
Beute: Insekten, aquatische Wirbellose und kleine Fische; Jungfische können in der Aufzucht empfindlich auf Futterwahl reagieren.
Verbreitung
Region: Abant Gölü / Lake Abant bei Bolu, Nordwestanatolien, Türkei.
Länder: Türkei
Endemisch im Abantsee-Gebiet; FishBase nennt als Verbreitung Asien: Türkei. Der See besitzt keine größeren Zuflüsse und wird unter anderem durch unterirdische Quellen gespeist.
Galerie
Besonderheiten
- Stationäre Süßwasser-/Seepopulation; Laichbewegungen zu Quell- und geeigneten Kiesbereichen.
- Eierlegend; externe Befruchtung.
- Keine bekannten Gefahren für Menschen.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Überordnung
- Protacanthopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Unterfamilie
- Salmoninae
- Gattung
- Salmo
- Art
- abanticus
- Erstbeschreiber
- Tortonese, 1954
- Synonyme
- Salmo trutta abanticus Tortonese, 1954
Morphologie
- Körperform
- Gestreckter, spindelförmiger Forellenkörper; seitlich nur schwach zusammengedrückt.
- Maulstellung
- Endständig; Oberkiefer reicht bei größeren Tieren bis hinter das Auge; Maul bezahnt.
- Rückenflosse Hartstrahlen
- 0 - 0
- Afterflosse Hartstrahlen
- 0
- Geschlechtsunterschiede
- Bei laichreifen Salmoniden können Männchen stärker entwickelte Kiefer- und Kopfform zeigen; artspezifische, gesicherte Angaben zur Abantgöl-Forelle sind begrenzt.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Ovipar
- Modus
- Eierlegend; externe Befruchtung.
- Laichtyp
- Kieslaicher; Laichgruben an Quellen bzw. gut durchströmten Bereichen.
- Brutpflege
- Keine eigentliche Brutpflege nach der Eiablage; Eier werden salmonidentypisch im Kies abgedeckt.
Verhalten
- Wanderung
- Stationäre Süßwasser-/Seepopulation; Laichbewegungen zu Quell- und geeigneten Kiesbereichen.
- Endemisch
- Ja
- Biogeographie
- Paläarktis; Anatolien / Türkei.
Nutzung
- Fischerei
- FishBase nennt Fischerei von potenziellem Interesse; wegen Vulnerable-Status ist eine Schutz- und Bestandsbewertung wesentlich.
- Aquakultur
- Erhaltungszucht und wissenschaftliche Aufzuchtversuche; Studien vergleichen Futteraufnahme, Wachstum und Salinitätstoleranz.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht bewertet / kein CITES-Anhang angegeben.
- Quellen
- FishBase: Salmo abanticus; GBIF Backbone Taxonomy: Salmo abanticus Tortonese, 1954; Fischlexikon.eu: Abantgöl-Forelle; Uysal & Alpbaz 2002 / Kocabas et al. 2011 zu Aufzucht und Salinität.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Früher Morgen, Dämmerung
Mittel (etwas Erfahrung nötig)
Abantgöl-Forelle wird je nach Gewässer mit Fliegenfischen, Spinnfischen, Sbirolino, Naturködermontage oder leichter Posenmontage befischt.
Für Abantgöl-Forelle funktionieren je nach Regelwerk Trockenfliegen, Nymphen, Streamer, kleine Spinner, Wobbler, Spoons, Würmer oder Forellenteig.
Abantgöl-Forelle findet man an sauerstoffreichen Rauschen, Gumpen, Kehrströmungen, Unterständen, Einläufen und kiesigen Laich- bzw. Nahrungsplätzen.
Für Abantgöl-Forelle eignen sich leichte bis mittlere Spinn- oder Fliegenruten, fein abgestimmte Vorfächer und eine saubere Bremseinstellung.
Bei Abantgöl-Forelle sind stabile Bedingungen, passende Wassertemperatur und natürliche Nahrungsaktivität wichtiger als einzelne Mond- oder Wetterregeln.
Abantgöl-Forelle bleibt auch in kaltem, sauerstoffreichem Wasser aktiv, steht aber energiesparend an Strömungskanten, Gumpen und tiefen Rinnen.
Beim Abantgöl-Forelle muss die Bissanzeige passend zur Montage beobachtet werden; vorsichtige Zupfer und abrupte Fluchten sind möglich.
Abantgöl-Forelle zeigt ein artspezifisches Drillverhalten, das stark von Größe, Gewässerstruktur und Strömung abhängt.
Abantgöl-Forelle sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.
Typischer Beifang beim Angeln auf Abantgöl-Forelle sind andere Salmoniden, Döbel, Barsche oder kleine Weißfische.
Abantgöl-Forelle erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Gestreckter, spindelförmiger Forellenkörper; seitlich nur schwach zusammengedrückt. Endständig; Oberkiefer reicht bei größeren Tieren bis hinter das Auge; Maul bezahnt. Silbrig bis gelblichgrau; Rücken und obere Flanken dunkler bräunlich; Kopf und Flanken mit dunklen Punkten; Flossen teils bräunlich-transparent bis schwach rötlich. Typische Salmonidenmerkmale mit Fettflosse; kräftiger, stromlinienförmiger Körper...
Abantgöl-Forelle besitzt einen erhöhten Schutz- oder Gefährdungsbezug; gezielte Entnahme ist nur nach lokalem Recht und in vielen Fällen gar nicht zulässig.
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung54 °C
125 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mittelfetter Fisch
Abantgöl-Forelle hat eine vergleichsweise gut beherrschbare Grätenstruktur; bei größeren Exemplaren lassen sich Filets sauber auslösen.
Einfach
Abantgöl-Forelle schmeckt mild bis aromatisch, je nach Fettgehalt leicht nussig und eignet sich für schonende Zubereitung mit klaren Kräuteraromen.
Das Fleisch von Abantgöl-Forelle ist zart bis mittelfest, saftig und zerfällt bei zu langer Garzeit leicht.
Bei Abantgöl-Forelle sind Filet, Bauchlappen und je nach Größe auch Abschnitte für Fond, Tatar, Räuchern oder Grillstücke verwertbar.
Bei Abantgöl-Forelle kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.
Abantgöl-Forelle eignet sich zum Braten, Grillen, Räuchern, Dünsten, Beizen und sanften Garen im Ofen.
Filets von Abantgöl-Forelle garen in der Pfanne meist in 3 bis 6 Minuten pro Seite; ganze Fische brauchen je nach Größe deutlich länger.
Zu Abantgöl-Forelle passen Dill, Petersilie, Zitrone, Schnittlauch, Fenchel, Pfeffer und milde Senfnoten.
Zu Abantgöl-Forelle passen Kartoffeln, Reis, Spinat, Gurkensalat, Fenchel, Spargel und leichte Kräutersaucen.
Zu Abantgöl-Forelle passen Riesling, Chardonnay, Grüner Veltliner, Rosé oder leichte alkoholfreie Kräuter- und Zitrusgetränke.
Abantgöl-Forelle sollte frisch ausgenommen, gespült, trockengetupft und je nach Rezept entschuppt, filetiert oder als ganzer Fisch vorbereitet werden.
Abantgöl-Forelle hat Schutz- oder Gefährdungsrelevanz; Entnahme und Verzehr können rechtlich unzulässig sein.
