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Ukelei

Alburnus alburnus

Ukelei (Alburnus alburnus), gehoert zur Familie Leuciscidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

15 cm, max 25 cmmax 0.1 kgbis 6 Jahre0-10 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind meist schwach ausgeprägt oder primär während der Laichzeit sichtbar.

Lebensraum

Süßwasser; pelagisch; oberflächennahe Schichten stehender und fließender Gewässer.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt

Temperatur: 4 - 22 Grad C

pH-Wert: 6.5 - 8

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Krebstierfresser

Die natürliche Ernährung von Ukelei basiert auf einem breiten Spektrum an biologischer Beute.

Beute: Kleine Wirbellose, Krebstiere und Fische.

Kleine Wirbellose
Krebstiere und Fische.

Verbreitung

Region: Europa

Besonderheiten

  • Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
  • Lebt je nach Lebensphase solitär oder bildet mit Artgenossen lose Gruppen.
  • Überwiegend standorttreu mit saisonalen Wanderungen zur Fortpflanzung.
  • Die Fortpflanzung erfolgt saisonal unter optimierten Umweltbedingungen.
  • Keine direkten Gefahren im normalen Umgang.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivKrebstierfresserWirtschaftlich von Bedeutung für Fischerei, Aqua...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Acanthopterygii
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Leuciscidae
Gattung
Alburnus
Art
alburnus
Erstbeschreiber
Linnaeus, 1758
Synonyme
Keine wesentlichen Synonyme

Morphologie

Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
0 - 0
Geschlechtsunterschiede
Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind meist schwach ausgeprägt oder primär während der Laichzeit sichtbar.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzung erfolgt saisonal unter optimierten Umweltbedingungen.
Laichtyp
Freilaicher
Brutpflege
In der Regel keine Brutpflege nach der Eiablage oder Geburt.

Verhalten

Aktivität
Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv.
Sozialverhalten
Lebt je nach Lebensphase solitär oder bildet mit Artgenossen lose Gruppen.
Wanderung
Überwiegend standorttreu mit saisonalen Wanderungen zur Fortpflanzung.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Von regionaler bis globaler wirtschaftlicher Bedeutung.
Aquakultur
Wird in spezialisierten Betrieben erfolgreich vermehrt.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN Red List

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Ukelei wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Ukelei eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Ukelei steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Ukelei reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Ukelei reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Ukelei zieht sich im Winter meist in ruhigere, tiefere Bereiche zurück und frisst deutlich vorsichtiger; kleine Köder und längere Ruhephasen sind dann wichtig.

Bissanzeige

Beim Ukelei zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Ukelei kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Ukelei sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Schutz vor Stacheln, Zähnen oder elektrischen Organen beachten.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Ukelei sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Ukelei erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Der Ukelei (Alburnus alburnus) zeigt eine für seine Familie charakteristische Körperform, die optimal an seine spezifische Lebensweise angepasst ist. Die Maulstellung beim Ukelei unterstützt die effiziente Nahrungsaufnahme in seinem bevorzugten Strömungsbereich. Die Färbung von Alburnus alburnus dient primär der Tarnung in seinem natürlichen Lebensraum und variiert je nach Alter. Besitzt artspezifische...

Regelhinweis

Für Ukelei müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

125 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Ukelei besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Ukelei hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Ukelei ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Ukelei werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Ukelei kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Ukelei eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Ukelei braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Ukelei passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Ukelei passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Ukelei passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Ukelei sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Ukelei ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 1000 l

Mindestteich

ab 3000 l

Temperatur

4 - 22 °C

pH-Wert

6.5 - 8

Karbonathärte

5 - 20 dKH

Schwimmzone

Oberfläche

Haltungsanspruch

Die Haltung erfordert fundiertes Wissen über die spezifischen Wasserparameter.

Gruppengröße

Ukelei sollte nicht als Einzelbesatz geplant werden, sofern die Art natürlicherweise gesellig lebt; bei unsicherer Datenlage ist eine ruhige, strukturierte Haltung mit artgerechter Besatzdichte entscheidend.

Vergesellschaftung

Ukelei sollte nur mit Arten vergesellschaftet werden, die dieselben Wasserwerte, Temperaturbereiche und ein vergleichbares Aktivitätsniveau tolerieren.

Pflanzen

Ukelei frisst Pflanzen meist nicht gezielt, kann feine Pflanzen aber beim Gründeln oder Eingraben lockern; robuste Bepflanzung und freier Sandboden sind sinnvoll.

Strömung & Sauerstoff

Ukelei bevorzugt ruhige bis mäßig bewegte Bereiche; starke Dauerströmung sollte vermieden werden, eine gute biologische Filterung bleibt trotzdem wichtig.

Futterannahme

Ukelei nimmt meist abwechslungsreiches Futter an, darunter Flocken- oder Granulatfutter, Frostfutter, Lebendfutter und je nach Art pflanzliche Bestandteile.

Überwinterung

Ukelei kann in einem ausreichend tiefen, stabilen, nicht vollständig zufrierenden Gartenteich überwintern; wichtig sind gute Sauerstoffversorgung, frostfreie Rückzugszonen und keine vollständige Eisabdeckung.

Nachzucht

Ukelei laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Gedämpft