Schellfisch
Melanogrammus aeglefinus
Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus), gehoert zur Familie Gadidae, lebt in Meerwasser, und ernährt sich als Fleischfresser.
Merkmale
- Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Schellfisch insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.
Lebensraum
Salzwasser; demersal; über Sand-, Kies- und Schillböden.
Wasserlebensraum: Meerwasser
Lebensraumtypen: Bodennah
Klimazone: Gemäßigt
Bodengrund: Sand, Kies
Temperatur: 4 - 10 Grad C
pH-Wert: 7.9 - 8.4
Ernährung
Ernährungsweise: Fleischfresser
Die Nahrungssuche ist bei dem Schellfisch stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.
Beute: Als Beute bevorzugt Der Schellfisch Organismen, die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.
Verbreitung
Verbreitungsdaten können im Backend gepflegt werden.
Galerie
Besonderheiten
- Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Schellfisch stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
- Das Sozialverhalten variiert bei dem Schellfisch von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
- Der Schellfisch unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
- Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Schellfisch darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
- Beim sachgemäßen Umgang mit dem Schellfisch bestehen keine ausgeprägten Gefahren.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Überordnung
- Paracanthopterygii
- Ordnung
- Gadiformes
- Familie
- Gadidae
- Gattung
- Melanogrammus
- Art
- aeglefinus
- Erstbeschreiber
- Linnaeus, 1758
Morphologie
- Geschlechtsunterschiede
- Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Schellfisch insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Schellfisch darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
- Laichtyp
- Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Der Schellfisch als Freilaicher oder Substratlaicher.
- Brutpflege
- Der Schellfisch betreibt in der Regel wenig bis keine Brutpflege, wobei es artenspezifische Ausnahmen geben kann.
Verhalten
- Aktivität
- Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Schellfisch stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
- Sozialverhalten
- Das Sozialverhalten variiert bei dem Schellfisch von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
- Wanderung
- Der Schellfisch unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
Nutzung
- Fischerei
- Oft ist Der Schellfisch das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
- Aquakultur
- In zunehmendem Maße wird Der Schellfisch für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, GBIF.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Morgendämmerung, Vormittag, Nachmittag
Mittel
Schellfisch wird meist mit Pilken, Jiggen, Naturköderangeln oder leichten bis mittleren Meeresmontagen vom Boot oder von Küstenplätzen befischt.
Für Schellfisch eignen sich Pilker, Gummifische, Twister, Fischfetzen, Wattwurm, Muschelfleisch und andere Meeresnaturköder.
Schellfisch steht an Wracks, Riffen, Kanten, Muschelgrund, Tangfeldern, Hafenstrukturen und tieferen, nahrungsreichen Meeresbereichen.
Für Schellfisch sind salzwasserfeste Rollen, abriebfeste Schnüre, robuste Haken und zum Revier passende Pilk-, Brandungs- oder Spinngeräte erforderlich.
Bei Schellfisch sind Wind, Tide, Strömung, Wassertrübung und Futterfischaktivität wichtiger als einzelne Wetterregeln; nach Wetterumschwüngen muss der Standort neu gesucht werden.
Schellfisch verlagert sich im Winter je nach Region, Temperatur und Nahrung teils in tiefere oder stabilere Bereiche; lokale Schonzeiten und Fangverbote sind besonders zu beachten.
Beim Schellfisch zeigt sich der Biss häufig als deutliches Rucken, hartes Einsteigen oder plötzliches Gewicht in der Montage.
Schellfisch zeigt je nach Größe harte Schläge, Fluchten in die Tiefe oder seitliche Läufe in der Strömung.
Schellfisch sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.
Typischer Beifang beim Angeln auf Schellfisch sind andere Küsten- oder Meeresarten derselben Tiefe, etwa Dorschartige, Plattfische, Makrelen, Lippfische oder Rochen.
Schellfisch erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Der Schellfisch (Melanogrammus aeglefinus) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung in seinem bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft dem Schellfisch bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet dem Schellfisch eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Der Schellfisch verfügt über evolutionär...
Für Schellfisch gelten je nach Küstenstaat, Fanggebiet und Methode unterschiedliche Mindestmaße, Schonzeiten, Schutzgebiete und Entnahmebegrenzungen.
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung56 °C
87 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mager
Schellfisch hat eine vergleichsweise gut beherrschbare Grätenstruktur; bei größeren Exemplaren lassen sich Filets sauber auslösen.
Einfach
Schellfisch besitzt ein mildes, sauberes und leicht süßliches Aroma mit klassischem weißem Fischgeschmack.
Das Fleisch von Schellfisch ist weiß, mager und blättrig mit klarer Faserstruktur.
Bei Schellfisch werden vor allem Filets verwertet; Karkassen, Kopf und Abschnitte eignen sich für Fischfond.
Bei Schellfisch kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.
Schellfisch eignet sich zum Dünsten, Braten, Backen, Frittieren und für Fischsuppen oder Eintöpfe.
Filets von Schellfisch garen in der Pfanne meist in 3 bis 6 Minuten pro Seite; ganze Fische brauchen je nach Größe deutlich länger.
Zu Schellfisch passen Zitrone, Petersilie, Dill, Estragon, Kerbel, Butter, Pfeffer und leichte Weißwein- oder Kapernnoten.
Zu Schellfisch passen Salzkartoffeln, Kartoffelpüree, grünes Gemüse, Gurkensalat, Spargel oder leichte Butter- und Zitronensaucen.
Zu Schellfisch passen trockener Weißwein wie Riesling, Silvaner oder Sauvignon Blanc sowie alkoholfreie Zitronen- oder Kräutergetränke.
Schellfisch sollte frisch ausgenommen, gespült, trockengetupft und je nach Rezept entschuppt, filetiert oder als ganzer Fisch vorbereitet werden.
Für Schellfisch ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.
