fishlex
KI-unterstützt

Giebel

Carassius gibelio

Giebel (Carassius gibelio), gehoert zur Familie Cyprinidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

20 cm, max 45 cmmax 3 kgbis 10 Jahre0-10 m TiefeAllesfresser

Merkmale

  • Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Giebel insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Lebensraum

Süßwasser; benthopelagisch; anspruchslos, in Teichen, Seen und trägen Flüssen.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: See, Teich, Ozeanisches Freiwasser

Klimazone: Gemäßigt

Temperatur: 4 - 25 Grad C

pH-Wert: 6 - 8

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Die Nahrungssuche ist bei dem Giebel stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.

Beute: Als Beute bevorzugt Der Giebel Organismen, die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Als Beute bevorzugt Der Giebel Organismen
die von seinem jeweiligen Lebensraum abhängen.

Verbreitung

Region: Europa

Besonderheiten

  • Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Giebel stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
  • Das Sozialverhalten variiert bei dem Giebel von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
  • Der Giebel unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
  • Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Giebel darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
  • Beim sachgemäßen Umgang mit dem Giebel bestehen keine ausgeprägten Gefahren.
Für den Menschen ist Der Giebel oft von Bedeutun...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Familie
Cyprinidae
Gattung
Carassius
Art
gibelio
Erstbeschreiber
Bloch, 1782

Morphologie

Geschlechtsunterschiede
Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Giebel insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Giebel darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
Laichtyp
Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Der Giebel als Freilaicher oder Substratlaicher.
Brutpflege
Der Giebel betreibt in der Regel wenig bis keine Brutpflege, wobei es artenspezifische Ausnahmen geben kann.

Verhalten

Aktivität
Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Giebel stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
Sozialverhalten
Das Sozialverhalten variiert bei dem Giebel von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
Wanderung
Der Giebel unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
Endemisch
Nein
Biogeographie
Paläarktis

Nutzung

Fischerei
Oft ist Der Giebel das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
Aquakultur
In zunehmendem Maße wird Der Giebel für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase, IUCN Red List, GBIF.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

Am Wasser

Für Angler

Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Beste Saison

Frühling, Sommer, Herbst

Angelzeit

Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung

Schwierigkeit

Mittel

Angelmethoden

Giebel wird vor allem mit Grundmontage, Method Feeder, klassischem Feederangeln, Posenangeln oder gezieltem Ansitzangeln befischt.

Empfohlene Köder

Für Giebel eignen sich Mais, Maden, Würmer, Brot, Teig, Pellets, Boilies oder kleine Partikelköder, abgestimmt auf Gewässer und Jahreszeit.

Fangplätze

Giebel steht häufig an Krautkanten, Plateaus, Muschelbänken, ruhigen Buchten, Hafenkanten, Altwassern und nahrungsreichen Bodenstrukturen.

Ausrüstung

Für Giebel reichen je nach Größe Feeder-, Posen- oder Karpfenruten, monofile oder geflochtene Hauptschnur und fein angepasste Vorfachstärken.

Wetter & Mond

Giebel reagiert stark auf Wassertemperatur, Luftdruckstabilität und Nahrungsaktivität am Grund; längere stabile Wetterlagen sind meist besser als abrupte Kälteeinbrüche.

Winterverhalten

Giebel zieht sich im Winter meist in ruhigere, tiefere Bereiche zurück und frisst deutlich vorsichtiger; kleine Köder und längere Ruhephasen sind dann wichtig.

Bissanzeige

Beim Giebel zeigt sich der Biss je nach Montage als vorsichtiges Zupfen, langsames Wegziehen, Hebebiss oder deutlicher Lauf am Bissanzeiger.

Drillverhalten

Giebel kämpft meist mit kräftigen, bodennahen Fluchten und versucht Hindernisse, Kraut oder Kanten zu erreichen.

Landung & Abhaken

Giebel sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.

Typischer Beifang

Typischer Beifang beim Angeln auf Giebel sind andere Weißfische, kleinere Karpfenfische, Barsche oder Grundeln.

Schnell erkennen

Giebel erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Der Giebel (Carassius gibelio) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung in seinem bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft dem Giebel bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet dem Giebel eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Der Giebel verfügt über evolutionär angepasste anatomische...

Regelhinweis

Für Giebel müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

60 °C

Energie

125 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mittelfett

Grätenstruktur

Giebel besitzt viele Zwischen- bzw. Y-Gräten, besonders im Rücken- und Schwanzbereich; Schröpfen oder sorgfältiges Filetieren ist sinnvoll.

Filetieren

Mittel

Geschmacksprofil

Giebel hat ein eher kräftiges Süßwasseraroma, das stark von Gewässerqualität, Futter und sorgfältiger Vorbereitung abhängt.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Giebel ist eher fest bis saftig, kann aber durch Gräten und Schlammgeschmack sorgfältige Vorbereitung verlangen.

Verwertbare Teile

Bei Giebel werden Filet, Koteletts oder ganze vorbereitete Fische genutzt; Kopf und Karkasse eignen sich für kräftigen Fond.

Hautzubereitung

Bei Giebel kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.

Zubereitungsarten

Giebel eignet sich zum Braten, Backen, Räuchern, Blaukochen, Einlegen oder als kräftiger Suppen- und Fondfisch.

Garzeit

Giebel braucht je nach Stückdicke eine moderate Garzeit; dicke Steaks oder ganze Fische sollten langsam bis zur passenden Kerntemperatur gegart werden.

Kräuter & Gewürze

Zu Giebel passen Majoran, Kümmel, Petersilie, Knoblauch, Zitrone, Lorbeer und kräftigere Kräuter.

Beilagen

Zu Giebel passen Kartoffelsalat, Wurzelgemüse, Krautsalat, Meerrettich, dunkle Saucen oder frische Kräuterbeilagen.

Getränke

Zu Giebel passen trockener Weißwein, helles Bier, alkoholfreies Weizen oder kräuterbetonte alkoholfreie Begleiter.

Vorbereitung

Giebel sollte gründlich entschuppt, ausgenommen, gewässert oder filetiert werden; bei vielen Zwischen- und Y-Gräten helfen Schröpfen oder gezielte Grätenschnitte.

Warnhinweise

Für Giebel ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 2000 l

Mindestteich

ab 8000 l

Temperatur

4 - 25 °C

pH-Wert

6 - 8

Karbonathärte

5 - 20 dKH

Schwimmzone

Alle Wasserschichten

Haltungsanspruch

Die Pflege für den Giebel im Aquarium erfordert fachliche Kenntnisse über die Wasserparameter und seine Endgröße.

Gruppengröße

Giebel ist gesellig und sollte nicht einzeln gehalten werden; im Teich sind mehrere Tiere mit ausreichend Wasservolumen sinnvoll.

Vergesellschaftung

Giebel darf nur mit deutlich größeren, robusten und ruhigen Mitbewohnern vergesellschaftet werden; kleine Fische, Garnelen oder sehr scheue Arten werden als Beute oder Stressfaktor behandelt.

Pflanzen

Giebel kann weiche Wasserpflanzen anfressen oder beim Gründeln lösen; robuste Pflanzen, geschützte Wurzelbereiche und freie Schwimm- bzw. Gründelzonen sind sinnvoll.

Strömung & Sauerstoff

Giebel bevorzugt ruhige bis mäßig bewegte Bereiche; starke Dauerströmung sollte vermieden werden, eine gute biologische Filterung bleibt trotzdem wichtig.

Futterannahme

Giebel nimmt meist abwechslungsreiches Futter an, darunter Flocken- oder Granulatfutter, Frostfutter, Lebendfutter und je nach Art pflanzliche Bestandteile.

Überwinterung

Giebel kann in einem ausreichend tiefen, stabilen, nicht vollständig zufrierenden Gartenteich überwintern; wichtig sind gute Sauerstoffversorgung, frostfreie Rückzugszonen und keine vollständige Eisabdeckung.

Nachzucht

Giebel laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Anpassungsfähig