Blaufelchen
Coregonus wartmanni
Blaufelchen (Coregonus wartmanni), gehoert zur Familie Salmonidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.
Merkmale
- Körperform: Das Blaufelchen (Coregonus wartmanni) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt.
- Geschlechtsunterschiede: Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Blaufelchen insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.
Lebensraum
Süßwasser; pelagisch; kühle, tiefe und sauerstoffreiche Seen (z.B. Bodensee).
Wasserlebensraum: Süßwasser
Lebensraumtypen: See, Ozeanisches Freiwasser
Klimazone: Gemäßigt
Temperatur: 4 - 18 Grad C
pH-Wert: 7 - 8.2
Ernährung
Ernährungsweise: Allesfresser
Die Nahrungssuche ist bei dem Blaufelchen stark von den lokal verfügbaren Nahrungsquellen abhängig.
Beute: Als Beute bevorzugt Das Blaufelchen Organismen, die im jeweiligen Lebensraum vorkommen.
Verbreitung
Region: Europa
Galerie
Besonderheiten
- Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Blaufelchen stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
- Das Sozialverhalten variiert bei dem Blaufelchen von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
- Das Blaufelchen unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
- Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Blaufelchen darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
- Beim sachgemäßen Umgang mit dem Blaufelchen bestehen im Normalfall keine ausgeprägten Gefahren.
Weitere Informationen
Taxonomie
- Klasse
- Actinopterygii
- Überordnung
- Protacanthopterygii
- Ordnung
- Salmoniformes
- Familie
- Salmonidae
- Gattung
- Coregonus
- Art
- wartmanni
- Erstbeschreiber
- Bloch, 1784
Morphologie
- Körperform
- Das Blaufelchen (Coregonus wartmanni) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt.
- Seitenlinie
- Das Blaufelchen besitzt in der Regel eine ausgebildete Seitenlinie zur sensorischen Wahrnehmung in seinem Habitat.
- Geschlechtsunterschiede
- Unterschiede zwischen Männchen und Weibchen können bei dem Blaufelchen insbesondere während der Laichphase sichtbar werden.
Fortpflanzung
- Fortpflanzungstyp
- Eierlegend
- Modus
- Die Fortpflanzungsstrategie ist bei dem Blaufelchen darauf ausgelegt, eine möglichst hohe Überlebensrate der Brut zu sichern.
- Laichtyp
- Abhängig von der evolutionären Anpassung agiert Das Blaufelchen als Freilaicher, Schaumnestbauer oder Substratlaicher.
- Brutpflege
- Das Blaufelchen betreibt artspezifische Brutpflege, die vom evolutionären Hintergrund abhängt.
Verhalten
- Aktivität
- Der Aktivitätsrhythmus korreliert bei dem Blaufelchen stark mit dem Lichteinfall und der Nahrungsverfügbarkeit.
- Sozialverhalten
- Das Sozialverhalten variiert bei dem Blaufelchen von strikt solitär bis hin zu ausgeprägter Schwarmbildung.
- Wanderung
- Das Blaufelchen unternimmt oft jahreszeitliche oder fortpflanzungsbedingte Wanderungen.
- Endemisch
- Nein
- Biogeographie
- Paläarktis
Nutzung
- Fischerei
- Oft ist Das Blaufelchen das Ziel kommerzieller Fangflotten oder tritt als relevanter Beifang auf.
- Aquakultur
- In zunehmendem Maße wird Das Blaufelchen für die Aquakultur erforscht oder bereits wirtschaftlich gezüchtet.
Schutz & Quellen
- CITES
- Nicht gelistet
- Quellen
- FishBase, IUCN Red List, GBIF.
Praxiswissen
Für wen ist dieser Fisch interessant?
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller Umgang
Am Wasser
Für Angler
Fang, Methode und verantwortungsvoller UmgangFrühling, Sommer, Herbst
Morgendämmerung, Vormittag, Abenddämmerung
Mittel
Blaufelchen wird je nach Gewässer mit Fliegenfischen, Spinnfischen, Sbirolino, Naturködermontage oder leichter Posenmontage befischt.
Für Blaufelchen funktionieren je nach Regelwerk Trockenfliegen, Nymphen, Streamer, kleine Spinner, Wobbler, Spoons, Würmer oder Forellenteig.
Blaufelchen findet man an sauerstoffreichen Rauschen, Gumpen, Kehrströmungen, Unterständen, Einläufen und kiesigen Laich- bzw. Nahrungsplätzen.
Für Blaufelchen eignen sich leichte bis mittlere Spinn- oder Fliegenruten, fein abgestimmte Vorfächer und eine saubere Bremseinstellung.
Bei Blaufelchen sind stabile Bedingungen, passende Wassertemperatur und natürliche Nahrungsaktivität wichtiger als einzelne Mond- oder Wetterregeln.
Blaufelchen bleibt auch in kaltem, sauerstoffreichem Wasser aktiv, steht aber energiesparend an Strömungskanten, Gumpen und tiefen Rinnen.
Beim Blaufelchen muss die Bissanzeige passend zur Montage beobachtet werden; vorsichtige Zupfer und abrupte Fluchten sind möglich.
Blaufelchen zeigt ein artspezifisches Drillverhalten, das stark von Größe, Gewässerstruktur und Strömung abhängt.
Blaufelchen sollte sicher gekeschert, nicht trocken abgelegt und zügig abgehakt werden. Ein großer Kescher, nasse Hände und eine stabile Abhakunterlage schonen Fisch und Schleimhaut.
Typischer Beifang beim Angeln auf Blaufelchen sind andere Salmoniden, Döbel, Barsche oder kleine Weißfische.
Blaufelchen erkennt man vor allem an folgenden Merkmalen: Das Blaufelchen (Coregonus wartmanni) zeigt eine körperspezifische Anpassung, die seine Fortbewegung im bevorzugten Habitat optimal unterstützt. Die artspezifische Maulstellung hilft dem Blaufelchen bei der effizienten Nahrungsaufnahme. Die artspezifische Färbung bietet dem Blaufelchen eine hervorragende optische Tarnung gegenüber Fressfeinden und Beute. Das Blaufelchen verfügt über evolutionär angepasste...
Für Blaufelchen müssen immer die lokalen Schonzeiten, Mindestmaße, Tagesfangbegrenzungen und Gewässerordnungen geprüft werden; feste Zahlen unterscheiden sich regional.
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
In der Küche
Für Köche
Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung54 °C
125 kcal / 100 g
19 g / 100 g
Mittelfett
Blaufelchen hat eine vergleichsweise gut beherrschbare Grätenstruktur; bei größeren Exemplaren lassen sich Filets sauber auslösen.
Einfach
Blaufelchen schmeckt mild bis aromatisch, je nach Fettgehalt leicht nussig und eignet sich für schonende Zubereitung mit klaren Kräuteraromen.
Das Fleisch von Blaufelchen ist zart bis mittelfest, saftig und zerfällt bei zu langer Garzeit leicht.
Bei Blaufelchen sind Filet, Bauchlappen und je nach Größe auch Abschnitte für Fond, Tatar, Räuchern oder Grillstücke verwertbar.
Bei Blaufelchen kann die Haut bei frischer Ware mitgebraten werden; bei schleimiger oder sehr schuppiger Haut ist Entschuppen bzw. Abziehen sinnvoll.
Blaufelchen eignet sich zum Braten, Grillen, Räuchern, Dünsten, Beizen und sanften Garen im Ofen.
Filets von Blaufelchen garen in der Pfanne meist in 3 bis 6 Minuten pro Seite; ganze Fische brauchen je nach Größe deutlich länger.
Zu Blaufelchen passen Dill, Petersilie, Zitrone, Schnittlauch, Fenchel, Pfeffer und milde Senfnoten.
Zu Blaufelchen passen Kartoffeln, Reis, Spinat, Gurkensalat, Fenchel, Spargel und leichte Kräutersaucen.
Zu Blaufelchen passen Riesling, Chardonnay, Grüner Veltliner, Rosé oder leichte alkoholfreie Kräuter- und Zitrusgetränke.
Blaufelchen sollte frisch ausgenommen, gespült, trockengetupft und je nach Rezept entschuppt, filetiert oder als ganzer Fisch vorbereitet werden.
Für Blaufelchen ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.
