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Acantopsis dinema

Acantopsis dinema

Gepunktete Pferdekopfschmerle; Acantopsis dinema (Acantopsis dinema), gehoert zur Familie Cobitidae, lebt in Süßwasser, und ernährt sich als Allesfresser.

10 cm, max 11.7 cmAllesfresser

Merkmale

  • Körperform: Langgestreckter, schlanker, sandbewohnender Schmerlenkörper mit pferdekopfartig verlängertem Kopf und spitz zulaufender Schnauze; Körper demersal/bodenorientiert.
  • Maulstellung: Unterständig bis subterminal; bodenorientiertes Suchmaul mit Barteln. Für die kambodschanische Feldbestimmung werden 5 Bartelpaare angegeben; die Erstbeschreibung hebt 2 Paare labialer Barteln hervor.
  • Helle gelblich-beige bis sandfarbene Grundfärbung mit relativ großen dunklen Flecken in einer mittleren Seitenreihe; zusätzlich viele schwarze Sprenkel unterhalb der mittleren Fleckenreihe von Kopf bis Schwanzflosse; keine großen dunklen Flecken auf Kopfseite, Rücken- oder Schwanzflosse.
  • Erektile, zweispitzige Suborbitaldorne weit vorne zwischen Auge und Schnauzenspitze; lange spitze Schnauze; meist 10½ verzweigte Rückenflossenstrahlen; etwa 10 Brustflossenstrahlen; 8-17 dunkle Sattelflecken entlang der Rückenmitte.
  • Geschlechtsunterschiede: Kein stark auffälliger dauerhafter äußerer Geschlechtsdimorphismus belegt; bei Acantopsis-Arten können Weibchen fülliger wirken, sichere Bestimmung erfolgt eher über Geschlechtsreife/Anatomie als über Farbe.

Lebensraum

Süßwasser; demersal. Flüsse und klare, fließende Gewässer, besonders Nebenflüsse des Mekong-Systems.

Wasserlebensraum: Süßwasser

Lebensraumtypen: Fluss, Bodennah

Klimazone: Tropisch

Bodengrund: Sand, Kies

Temperatur: 20 - 28 Grad C

pH-Wert: 6 - 7.5

Weit verbreitet und häufig in Mekong-Nebenflüssen, die das Khorat-Plateau und die Mekong-Delta-Ökoregionen in Thailand, Laos und Kambodscha entwässern; Nachweise u. a. aus Songkhram-, Mun-/Mekong- und Prek-Thnot-Systemen.

Ernährung

Ernährungsweise: Allesfresser

Nahrungsschwerpunkte: Insektenfresser, Krebstierfresser, Algenfresser, Detritusfresser

Bodennahe Nahrungssuche im Sand/Feinkies; in der Aquaristik werden Mückenlarven, Fadenwürmer, Artemia, Cyclops, Insektenlarven, Algen/Aufwuchs und schnell sinkendes Futter genannt.

Beute: Kleine benthische Wirbellose, Insektenlarven, Würmer, Kleinkrebse, Detritus, Algen/Aufwuchs; Futteraufnahme überwiegend durch Durchsieben des Bodengrundes.

Kleine benthische Wirbellose
Insektenlarven
Würmer

Verbreitung

Region: Südostasien

Länder: Kambodscha, Laos, Thailand

Weit verbreitet und häufig in Mekong-Nebenflüssen, die das Khorat-Plateau und die Mekong-Delta-Ökoregionen in Thailand, Laos und Kambodscha entwässern; Nachweise u. a. aus Songkhram-, Mun-/Mekong- und Prek-Thnot-Systemen.

Besonderheiten

  • bodenorientiert, versteckt lebend und häufig eingegraben; überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv, bei ruhiger Umgebung auch tagsüber sichtbar.
  • friedliche Schmerle; gegenüber anderen friedlichen Fischen meist unproblematisch, benötigt jedoch sandigen Bodengrund und ausreichend Rückzugsbereiche; paarweise oder in kleiner Gruppe besser als einzeln.
  • Keine belastbare artspezifische Langdistanzwanderung dokumentiert; als Flussfisch an klare, fließende Süßwasserabschnitte im Mekong-System gebunden.
  • Eierlegend mit äußerer Befruchtung; erfolgreiche Aquariennachzucht ist nicht belastbar dokumentiert.
  • Keine Giftigkeit bekannt; mögliche mechanische Verletzungsgefahr durch kleine Suborbitaldorne bei unsachgemäßem Handling.
Dämmerungsaktiv, NachtaktivInsektenfresser, Krebstierfresser, Algenfresser...Lokaler Speisefisch in Südostasien und gelegentl...

Weitere Informationen

Taxonomie

Klasse
Actinopterygii
Überordnung
Ostariophysi
Ordnung
Cypriniformes
Unterordnung
Cobitoidei
Familie
Cobitidae
Unterfamilie
Cobitinae
Gattung
Acantopsis
Art
dinema
Erstbeschreiber
Boyd & Page, 2017
Synonyme
Keine belastbaren taxonomischen Synonyme gefunden, Art wurde 2017 als eigenständige Acantopsis-Art beschrieben.

Morphologie

Körperform
Langgestreckter, schlanker, sandbewohnender Schmerlenkörper mit pferdekopfartig verlängertem Kopf und spitz zulaufender Schnauze; Körper demersal/bodenorientiert.
Maulstellung
Unterständig bis subterminal; bodenorientiertes Suchmaul mit Barteln. Für die kambodschanische Feldbestimmung werden 5 Bartelpaare angegeben; die Erstbeschreibung hebt 2 Paare labialer Barteln hervor.
Rückenflosse Hartstrahlen
0 - 0
Rückenflosse Weichstrahlen
10 - 11
Afterflosse Hartstrahlen
0 - 0
Afterflosse Weichstrahlen
5 - 6
Wirbel
41 - 42
Seitenlinie
Seitenlinie vollständig; reicht bei der Gattung Acantopsis bis an bzw. kurz auf die Schwanzflosse. Keine belastbare artspezifische Schuppenzahl gefunden.
Geschlechtsunterschiede
Kein stark auffälliger dauerhafter äußerer Geschlechtsdimorphismus belegt; bei Acantopsis-Arten können Weibchen fülliger wirken, sichere Bestimmung erfolgt eher über Geschlechtsreife/Anatomie als über Farbe.

Fortpflanzung

Fortpflanzungstyp
Eierlegend
Modus
Eierlegend mit äußerer Befruchtung; erfolgreiche Aquariennachzucht ist nicht belastbar dokumentiert.
Laichtyp
Freilaicher/Substratlaicher im Süßwasser wahrscheinlich; genaue artspezifische Laichsubstrate und Laichzeit sind nicht sicher dokumentiert.
Brutpflege
Keine Brutpflege belegt; bei Schmerlen dieser Gruppe ist keine ausgeprägte elterliche Pflege bekannt.

Verhalten

Aktivität
bodenorientiert, versteckt lebend und häufig eingegraben; überwiegend dämmerungs- bis nachtaktiv, bei ruhiger Umgebung auch tagsüber sichtbar.
Sozialverhalten
friedliche Schmerle; gegenüber anderen friedlichen Fischen meist unproblematisch, benötigt jedoch sandigen Bodengrund und ausreichend Rückzugsbereiche; paarweise oder in kleiner Gruppe besser als einzeln.
Wanderung
Keine belastbare artspezifische Langdistanzwanderung dokumentiert; als Flussfisch an klare, fließende Süßwasserabschnitte im Mekong-System gebunden.
Endemisch
Nein

Nutzung

Fischerei
Ja, lokal/regional als Markt- bzw. Speisefisch im südostasiatischen Verbreitungsgebiet; keine großindustrielle Zielart bekannt.
Aquakultur
Keine gezielte Aquakulturrelevanz belegt; Erfassung eher über Wildfang, lokale Märkte und gelegentliche Aquaristik.

Schutz & Quellen

CITES
Nicht gelistet
Quellen
FishBase: Acantopsis dinema, Peppered horseface loach; Boyd et al. 2017, Revision of the horseface loaches (Cobitidae, Acantopsis), Zootaxa 4341(2):151-192; Wikispecies: Acantopsis dinema Boyd & Page in Boyd et al., 2017, Holotype THNHM F0013611 und Typuslokalität Ta Wang River; EOL: Peppered Horseface Loach, freshwater habitat, max. 11.7 cm; Fishes of the Cambodian Freshwater Bodies: Acantopsis dinema, rivers and clear flowing waters, 10-11 branched rays, 5 pairs of barbels; THBIF/ONEP: Acantopsis dinema, Fresh Water, Thailand/Laos/Cambodia distribution, Thai LC; Fischlexikon.eu: Aquaristikdaten 20-28 °C, pH 6.0-7.5, 2-12 °dGH.

Praxiswissen

Für wen ist dieser Fisch interessant?

In der Küche

Für Köche

Geschmack, Verarbeitung und Zubereitung
Kerntemperatur

56 °C

Energie

90 kcal / 100 g

Eiweiß

19 g / 100 g

Fettgehalt

Mager

Grätenstruktur

Acantopsis dinema sollte sorgfältig auf Gräten kontrolliert werden, besonders bei kleineren Exemplaren.

Filetieren

Einfach

Geschmacksprofil

Acantopsis dinema hat ein fischtypisches, meist mildes bis mittleres Aroma; Frische und korrekte Verarbeitung sind entscheidend.

Fleischstruktur

Das Fleisch von Acantopsis dinema ist je nach Größe und Fanggebiet mittel- bis festfleischig.

Verwertbare Teile

Bei Acantopsis dinema sind in der Küche vor allem Filet und geeignete Abschnitte verwertbar; Karkassen können für Fond genutzt werden.

Hautzubereitung

Bei Acantopsis dinema entscheidet die Zubereitung: Schuppen, Schleim und Hautqualität bestimmen, ob die Haut essbar bleibt oder entfernt wird.

Zubereitungsarten

Acantopsis dinema eignet sich je nach Größe zum Braten, Grillen, Dünsten oder Backen.

Garzeit

Die Garzeit von Acantopsis dinema richtet sich nach Dicke und Methode; Fisch ist fertig, wenn das Fleisch saftig bleibt und sich leicht teilen lässt.

Kräuter & Gewürze

Zu Acantopsis dinema passen Zitrone, Petersilie, Pfeffer, Knoblauch und zurückhaltende Kräuter, die den Eigengeschmack nicht überdecken.

Beilagen

Zu Acantopsis dinema passen einfache Beilagen wie Kartoffeln, Gemüse, Reis oder frische Salate.

Getränke

Zu Acantopsis dinema passen trockene Weißweine, leichte Biere oder frische alkoholfreie Getränke.

Vorbereitung

Acantopsis dinema sollte frisch ausgenommen, gespült, trockengetupft und je nach Rezept entschuppt, filetiert oder als ganzer Fisch vorbereitet werden.

Warnhinweise

Für Acantopsis dinema ist keine artspezifische Giftigkeit bekannt; wie bei jedem Fisch gelten Frische, Kühlung, vollständiges Durchgaren bei Risikogruppen und lokale Verzehrempfehlungen.

Artgerechte Haltung

Für Aquarium & Teich

Wasserwerte, Raum und Zusammenleben
Mindestbecken

ab 160 l

Temperatur

20 - 28 °C

pH-Wert

6 - 7.5

Karbonathärte

2 - 12 dKH

Schwimmzone

Bodennah

Haltungsanspruch

normal bis mittel; benötigt feinen Sand/feinen Kies zum Eingraben, sauberes sauerstoffreiches Wasser, Strömung und sinkendes Futter; laut Aquaristikangaben ab 90-100 cm Beckenlänge pro Paar.

Gruppengröße

Acantopsis dinema lebt bodenorientiert und profitiert je nach Art von Gruppenhaltung oder mehreren Verstecken; kleine friedliche Arten sollten mindestens in einer kleinen Gruppe gepflegt werden.

Vergesellschaftung

Acantopsis dinema passt zu friedlichen Arten der mittleren und oberen Wasserschichten; am Boden dürfen keine stark konkurrierenden oder aggressiven Fische dominieren.

Pflanzen

Acantopsis dinema kann weiche Wasserpflanzen anfressen oder beim Gründeln lösen; robuste Pflanzen, geschützte Wurzelbereiche und freie Schwimm- bzw. Gründelzonen sind sinnvoll.

Strömung & Sauerstoff

Acantopsis dinema benötigt sauberes, sauerstoffreiches Wasser mit spürbarer Strömung; tote Zonen und dauerhaft niedrige Sauerstoffwerte sind ungeeignet.

Futterannahme

Acantopsis dinema benötigt pflanzliche Kost, Aufwuchsersatz und ballaststoffreiches Futter; Spirulina-, Gemüse- und Grünfutteranteile sind wichtig.

Überwinterung

Acantopsis dinema ist für eine ganzjährige Freilandhaltung im normalen Gartenteich nicht geeignet; Temperatur-, Salzgehalts-, Größen-, Strömungs- oder Schutzanforderungen sprechen dagegen.

Nachzucht

Acantopsis dinema laicht am ehesten bei sehr guter Wasserqualität, feinfiedrigen Pflanzen oder Laichsubstraten, kräftiger Fütterung und saisonähnlichen Wasserwechseln ab.

Nachzuchtanspruch

Mittel

Beleuchtung

Gedämpft